Blötschkopp Marc Metzger

Wie dem auch sei:

Fröhlichen Fastelabend!

Tja, verehrte ins Netz getriebene Brauchtumspflegerinnen, da sind sie nun also: Die närrisch-digitalen Tage der Scheinsession 20/21. Hmnaja. Es fühlt sich irgendwie schon anders an... es riecht auch nicht so wie sonst... und leiser ist es auch. Generell halt sehr verhaltensunauffällig, das Fest.

Um offen zu sein: Für mich ist im Moment einfach kein Karneval. Gerade und besonders weil im Oktober 2020 ALLE Auftritte seitens der Veranstalter abgesagt wurden. Damit bin ich völlig fein. Das musste so. Aber ich kann dennoch nicht den ganzen Tag frohlocken, wie als wenn alles Brauchtum wäre.

Ich war kucken - Marc Metzger auf Bühne leer
Ich war kucken, da ist nix!

Oh, und da haben mir aber viele... einige... also, einer hat mir deswegen aber mal so richtig seine Netzfreundschaft gekündigt... weil man so etwas als Karnevalist nicht sagen darf. „Für mich ist kein Karneval.“ Erstens: Mit mir unbekannten Parrallelwelt-Decknamen bin ich von Hause aus nicht wirklich befreundet und zweitens: Doch, darf man! Ich auch. Vor allem wenn man die Aussage nur auf sich persönlich bezieht. Für mich! Ich habe ja quasi den Karneval zu meinem Lebensinhalt gemacht. Und mein Karneval, den ich seit nun fast 33 Jahren erlebe, der macht dieses Jahr halt Winterschlaf. Punkt. Was nun aber nicht heißen soll, das der Karnevalist in mir sich unter Laub verkriecht. Nöne! Der ist putzmunter!

Spätestens seit meine Patentochter kurz vor Weihnachten „Wolkeplaatz“ auf der Blockflöte zu üben begonnen hat, vergesse ich immer öfter den Berufskarnevalisten in mir und ärgere mich als echter Jeck über das Zeitgeschehen. Und über Blockföten. Vor allem darüber, dass ich meine verlegt habe und nicht mithupen kann... Tüt tüt tüt, tüdüdüdüdüdüdüdüü-tüüt-tüüt-tüdüdüüt-düüt-düdüdüdüü... naja. Und so weiter halt.

Echt jetzt: Ich feiere von Herzen alles ab, was Närrinnen an regelkonformem Karneval realisieren und präsentieren. Ich freue mich wie ein Schneekönig, wenn der Postmann wieder mal distanziert ein Päckchen mit Luftschlangen, Konfetti und Orden anreicht. (Ganz lieben Dank an alle Zusender!!!) Da ist schon das ein oder andere Tränchen... janun... man ist halt schon mit dem Herzen dabei! Und Konfetti in Briefumschlägen macht eine herrlich bunte Sauerei im Flur! Alaaf!

Der Karierte in mir hat gerade eine wahnwitzige Idee: Er fragt mich, ob wir nicht einfach im März 2022 nochmal mit März 2019 anfangen können?! Auf die Unendlichkeit bezogen würden doch drei doppelte Wimpernschläge gar kein so großes Durcheinander verursachen. Hm. Spooky. Aber ich wär’ dabei. Ich gäbe auch meine Orden zurück und käme nochmal frisch! Zunächst einmal mit der Rede von 2020, so fair sollte es schon laufen... aber dann eben noch mal ganz frisch...

Hach, ist es nicht schön, dass man noch Träumen darf? Man sollte halt zwischendurch aufwachen und kucken ob man wieder raus kann... aber ein bisschen Träumen hilft beim Annehmen und Warten! Bis wir endlich wieder Loslassen können.

Ich wünsche uns in der Zwischenzeit viel Freude mit ARD, ZDF, meinen Wiederholungen im WDR und digitalen Angeboten aller Fatzung. Verpassen Sie auf keinen Fall den Hänneschen-Rosenmontagszug im WDR und – wichtig, weil so richtig kölsch! - den Spendenmarathon aus der Kölnarena an Weiberfastnacht! (Stream).

Sie fehlen mir.
Bis hoffentlich bald wieder in diversen Hallen.

Herzlichst mit 3x Kölle Alaaf und einer Menge imaginären Konfetti

Ihr Marc Metzger


Derzeit Hofnarr ohne Hof

P.S.: Wenn Sie denn aber dann gegebenenfalls garnicht auf einen digitalen Auftritt meinerseits verzichten wollen können, klauben Sie sich doch einfach ein paar der unnötig vielen kleinen Filmschnipsel im Netz auf und schrauben Sie sich am Rechner ihren ganz individuellen Blötschkopp-Auftritt zusammen.

P.P.S.: Ach, und eine kleine Bitte noch: Bleiben Sie dabei gesund zu Hause!

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